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Biervielfalt dank
Kleinbrauereien
Neben der Dominanz der Bierriesen, die mit ihrem
ausschliesslich gewinnorientierten Verhalten die Bierkultur in unserem Land auf
einen Tiefpunkt getrieben haben, hat sich in den Jahren 1995 bis 2005 die Zahl
der Brauereien in der Schweiz wieder verfünffacht. Waren es anfangs nur
Individualisten, die Vielfalt suchten, wenn nötig mit ein paar alten Kesseln
und einem Gasbrenner selbst Hand anlegten, ist heute bereits ein Bewusstsein in
der breiten Bevölkerung vorhanden, dass es noch etwas anderes gibt als ein
filtriertes Blondes. Zahlreiche Kleinbrauereien produzieren inzwischen eine
grosse Palette erstklassiger Biere und finden damit grossen Anklang.
Das Ziel von Steinegger Bräu ist es, mit einem Jahresausstoss von 500hl einen
Beitrag zur Biervielfalt im Baselbiet zu leisten: beste Qualität zu günstigen
Preisen für den anspruchsvollen und kritischen Biertrinker. Neben dem Hellen
(Lager) und Märzenbier, die während des ganzen Jahres gebraut werden, sollen in
der Schweiz kaum vertretene Sorten wie Pale Ale, Stout, Oktoberfestbier, Alt,
„Kölsch“, Trappist, um nur einige zu nennen, als saisonale Spezialitäten nicht
zu kurz kommen. Die kleinen Mengen ermöglichen neben dem experimentellen
Freiraum auch eine äusserst flexible Reaktion auf die Bedürfnisse der Kunden.
Wir brauen auf urspüngliche Art
Damit ist konkret folgendes gemeint:
1. Es
werden ausschliesslich erstklassige Rohstoffe in verhältnismässig vernünftigen
Mengen eingesetzt. Oberstes Ziel ist es, eine optimale Qualität zu erreichen
und nicht, mit wenig Malz möglichst viel und damit billiges Bier herzustellen.
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2. Falls
nicht anders vermerkt, wird nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe verwendet.
3. Der
Brauprozess sowie die Gärung und Lagerung werden nicht technisch beschleunigt.
Die Produktionszeit wird dadurch zwar länger und teurer, die Biere haben dafür
aber auch Zeit, den vollen Geschmack zu entfalten. Alle Biere lagern genügend
lange und unter besten Bedingungen bis kurz vor dem Verkauf.
4. Das Bier
wird nicht pasteurisiert, die dadurch entstehende Geschmackseinbusse entfällt.
Die durch die Pasteurisation erhöhte Haltbarkeit macht nur bei zu langer
Lagerung unter schlechten Bedingungen Sinn.
5. Alle
Biere sind unfiltriert (naturtrüb), das heisst, sie enthalten noch einen Teil
an lebender Resthefe. Sie ist ein wichtiger Geschmacksträger und reich an
gesunden Eiweissen, Vitaminen und Mineralstoffen.
6. Die
einzelnen Gäreinheiten von 800 Litern werden nicht verschnitten, um
Aromadifferenzen zu verwischen. Jede Gärung behält so ihren individuellen
Charakter aufgrund der natürlichen Abweichungen der Rohstoffe Hopfen, Malz und
Hefe.
7. Für
bestimmte Biersorten wurde nachgewiesen, dass sie in kleinen Tanks besser
gedeihen als in grossen. Diesen Vorteil wollen wir nutzen: billiges,
auswärtiges Brauen in einer grösseren Brauerei zur Gewinnsteigerung ist für uns
kein Thema.
Ganz nach
dem Motto „zu viele Brauer verderben den Sud“, bin ich, Tomas Steinegger,
alleiniger Inhaber und Geschäftsführer von Steinegger Bräu. Ich bin offen für
neue Ideen und zeige Brauinteressierten gerne die Brauerei. Jederzeit
willkommen sind auch Hobbybrauer, sei es um Rohstoffe zu beziehen oder mehr
über die Bierherstellung zu erfahren.
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